Der Turm

Jagdschloss Granitz. Foto: Dirk Laubner
Foto: Dirk Laubner
"Welch ein glänzendes, weites Panorama!" Gustav Rasch, 1856
Der Turm - er ist das Wahrzeichen einer ganzen Region und des Jagschlosses Granitz. Er wurde von dem berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel nach einer Idee des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen konzipiert.
Die Aussichtsplattform liegt 144 Meter über dem Meeresspiegel, von hier aus genießen die Besucher einen einzigartigen Panoramablick über die Insel Rügen. Bei gutem Wetter bieten sich Fernsichten über Rügens wunderbare Boddenlandschaften, zum Kap Arkona, über Putbus, Stralsund und Greifswald bis hin nach Kolberg an der polnischen Ostseeküste.
Eine Webcam auf dem Turm ermöglicht auch dem Internetnutzer den Blick über die Insel.
Jagdschloss Granitz, Wendeltreppe © 2006, Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-VorpommernGalerie Eine Hauptattraktion für Besucher ist die im Turm gelegene gusseiserne Wendeltreppe. Vom unteren Podest bietet sich ein überwältigender Blick in den monumentalen Innenraum des 38 Meter hohen Turmes. Die an der Innenwand montierte, selbsttragende Wendeltreppe führt hinauf zur Aussichtsplattform. Die Treppe, die mit ihren 154 Stufen nach einem Baukastensystem zusammengesetzt ist, gilt als konstruktive und ästhetische Meisterleistung des Eisenkunstgusses. Sie wurde in Berlin, in der Eisengießerei von Franz Anton Egells gefertigt und 1845 eingebaut.
Während im 18. Jahrhundert die Treppe als Ort der Macht und Repräsentation durch die Architekturtheorie und das höfische Zeremoniell bestimmt wird, muss die Treppe des Jagdschlosses Granitz in erster Linie als beeindruckende Demonstration der aufstrebenden preußischen Eisengussindustrie und als Hinweis auf den fortschrittlichen Bauherren gewertet werden. Heute ist dieses Meisterwerk eines der beliebtesten Fotomotive der Granitzbesucher.