Große Kaskade auf dem Schlossplatz

Schlossplatz Ludwigslust, Große Kaskade © 2010 Staatliche Schlösser und Gärten MVgrößer Durch den Hofbaumeister Johann Joachim Busch.wurde um 1780 an Stelle einer ursprünglich als Holzkonstruktion errichteten Kaskade eine massive Wasserkunst aus Granitblöcken errichtet. Die drei spätbarocken allegorischen Sandstein–Figurengruppen schuf der Hofbildhauer Rudolf Kaplunger. Die mittlere Gruppe stellt die Flussgötter Stör und Rögnitz dar.
Die Große Kaskade ist als Querkaskade ein herausragendes gestalterisches und wasserbautechnisches Einzeldenkmal innerhalb der barocken Achse, die sich von der Stadtkirche über den Kirchenplatz, den Bassinplatz, den Schlossplatz bis zum Residenzschloss und dem angrenzenden Park erstreckt. Mit einer Länge von 70 Metern ist es die größte Kaskade in Norddeutschland. Die Große Kaskade und die Wasserbecken werden ebenfalls durch den Ludwigsluster Kanal gespeist. Wasser galt in der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts als unverzichtbares Gestaltungselement.
Im November 2006 begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Kaskade. Die Flussgötter und die anderen Figuren haben deshalb erstmals für längere Zeit ihren angestammten Platz verlassen. Seit 1780 waren sie Sonne, Schnee und Eis, Umweltschadstoffen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Tiefe Risse, poröse Stellen und Versalzungen sowie unterschiedlich große Fehlstellen sind entstanden. In der Restaurierungswerkstatt wurden diese Schäden behoben. Auch das Wasserbecken der Kaskade wurde instand gesetzt. Seit Sommer 2008 zieht die Kaskade wieder als heiter-pittoresker Mittelpunkt in der Hauptachse zwischen Schloss und Kirche die Blicke auf sich.