Das Mirower Torhaus

Blick auf das Torhaus. Foto: Doreen Hennig
Foto: Doreen Hennig
Am Eingang der Schlossinsel treffen die Besucher auf ein weißes Renaissancetorhaus. Früher konnte man nur auf die Insel gelangen, wenn man den großen Torbogen durchquerte.
Das Torhaus entstammt den Zeiten als Mirow noch eine Komturei des Johanniterordens war und die Herzöge von Mecklenburg versuchten, großen Einfluss auf diese Ordensgesellschaft zu erhalten. Der letzte wirkliche Komtur der Johanniter von Mirow war Liborius von Bredow. Er starb 1541. Danach waren die Johanniter gezwungen, weltliche Herrscher als Komture einzusetzen. Ab 1552 stellten die Herzöge von Mecklenburg die Komture von Mirow. Bei dem Torhaus handelt es sich um einen zweigeschossigen Backsteinbau aus der Zeit um 1560. An der Gestaltung der Fassade dieses Gebäudes wird sehr deutlich, dass Mirow nun zum Machtbereich der Herzöge von Mecklenburg gehörte. Denn die markante Rustizierung am Außenbau ist ebenso an den etwa zeitgleich entstandenen Schlössern in Güstrow oder Dargun zu entdecken. Sie bilden eine stilistische Einheit. Allen drei Bauten ist gemeinsam, dass es sich um verputzte Fachwerkgebäude handelt, die eine Natursteinquaderung wie man sie von italienischen oder französischen Renaissanceschlössern her kennt, nur vortäuschen. Herzog Karl zu Mecklenburg ließ 1588 über dem Torbogen das Landeswappen anbringen.
Schloss Mirow, Torhaus © 2008 Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-VorpommernGalerie Im Erdgeschoss informiert derzeit die bildreiche Ausstellung "Fürstliche Paradiese" über die Parks und Gärten jener Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern, die sich in Landesbesitz befinden. (Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr)