Das Fontänenhaus

Das zweigeschossige Fachwerkgebäude zwischen Schloss- und Küchengarten wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Die genaue Bauzeit ist nicht bekannt, vermutlich geht es auf Pläne von Jean Laurent Legeay zurück, der bis 1755 im Dienste des Herzogs Christian II. Ludwig tätig war.
Andere Quellen (Saubert, 1899, S. 107) gehen von einer Bauzeit vor 1766 aus und benennen Herzog Friedrich als Bauherrn:

"Das folgende zweistöckige Gebäude von Fachwerk ist das Fontänenhaus, dessen unteren Räume von Schlossdienerinnen bewohnt werden, während die oberen Räume während des Hoflagers Hofoffizianten zur Wohnung dienen. Dies Haus wurde vor 1766 von Herzog Friedrich als Maschinenhaus erbaut. In einem damals mit Doberaner Dammstein ausgesetzten Teich war ein Wassersprung, der bei Erleuchtungen einen Trichter mit brennenden Lichtern tanzen ließ. Das Pumpwerk, welches diesen Wassersprung in Bewegung setzte, befand sich in diesem Hause. Daher der Name Fontänenhaus."
Heute ist das Fontänenhaus eine städtische Liegenschaft. In den letzten Jahren wurde es saniert und wird jetzt als Domizil von der Naturforschenden Gesellschaft West-Mecklenburg e. V. (NGM) genutzt. Im Inneren des Hauses wurde ein Museum ("Natureum") eingerichtet. Es bietet Dauerausstellungen an zu den Themen Geologie/Paläontologie, Botanik, Mykologie und Zoologie. Halbjährlich wechselnde Sonderausstellungen befassen sich z.B. mit der Geschichte des Hauses und der Stadt Ludwigslust.