Schlossgarten Güstrow

Blick auf Schloss Güstrow und den Schlossgarten von Südosten. Foto: Stephan Rudolph-Kramer Foto: Stephan Rudolph-Kramer
Zeitgleich mit dem Bau des Renaissanceschlosses ließ Herzog Ulrich zu Mecklenburg ein großes Lustgartenparterre anlegen, dessen aufwendige Gestaltung mit Laubengängen, Lusthäusern, Wasserspielen und duftenden Pflanzen schon die Zeitgenossen faszinierte. Bildliche Darstellungen dieses frühen Renaissancegartens sind nicht bekannt. Nur noch schriftliche Überlieferungen vermitteln ein Bild des reich geschmückten und von Wassergräben umgebenen Gartenareals. 1590 berichtete der fahrende Schüler Michael Frank von seinem Besuch der herzoglichen Residenz in Güstrow: "Derselbe Garten ist mit lustigen Spatziergängen, Wasserbrünnlein, verborgenen Wasserquellen, wohlriechenden Kräutern ... gepflanzet, ausländischen Früchten und Blumen geschmücket, und also recht fürstlichen zugerichtet, daß man in Sommerzeiten sein im Schatten spazieren gehen und verlustigen können ..."
Schloßgarten Güstrow, Kupferstich von Caspar Merian © Privatbesitz