News 04-11, Rekonstruktionsarbeiten an der Turmtreppe im Jagdschloss Granitz sind abgeschlossen

18.04.2011 l Jagdschloss Granitz
Rekonstruktionsarbeiten an der Turmtreppe im Jagdschloss Granitz © 2011, Lutz GrünkeGalerie Besucher des Jagdschlosses Granitz können seit dem 8. April wieder den Aussichtsturm ersteigen, die Treppe bewundern und das herrliche Panorama über Rügen und die Buchenwälder der Granitz genießen.

Nach 14 Tagen sind nun Untersuchung und Rekonstruktionsarbeiten an der über 160 Jahre alten gusseisernen Wendeltreppe zur Aussichtsplattform abgeschlossen, die einzigartige Konstruktion ist wieder freigegeben.
Alljährlich werden die 154 Stufen von Dr.-Ing. Rudolf Käpplein aus Karlsruhe auf das gründlichste untersucht, denn die berühmte Treppe des Jagdschlosses wird im Jahr von rund 200.000 Besuchern erstiegen. Stellt der Spezialist für historische Eisen- und Stahlkonstruktionen Schäden an einzelnen Stufen fest, werden diese während der Inspektion ausgebaut und durch Platzhalter ersetzt. Dabei werden zugleich die im letzten Jahr restaurierten Originalstufen wieder in die Treppe eingefügt. Während dieser Arbeiten muss die wertvolle Treppe für den Besucherverkehr gesperrt bleiben. Dafür bieten die von der rund 38 Meter hohen Decke abgeseilten Industriekletterer von Skyworx Seiltechnik und die Mitarbeiter der Metallbaufirma Arnold AG aus Thüringen bei ihrer Arbeit einen spektakulären Anblick.

Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten sorgt auf diese Weise für den Erhalt des einzigartigen Baudenkmals.
Die selbsttragende Wendeltreppe, deren filigran durchbrochene Stufen sich an der Innenwand des Schlossturms emporschwingen, ist eine Meisterleistung des Berliner Eisengussproduzenten Franz Anton Egells. Sie wurde 1845 eingebaut und bildet zusammen mit dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Mittelturm ein faszinierendes Raumensemble, das noch heute eine Attraktion für die Besucher darstellt.