Neues Sonderpostwertzeichen "Schloss Ludwigslust" vorgestellt

22.01.2015 | Schloss Ludwigslust
Schloss Ludwigslust © Thomas GrundnerGalerie Das freut nicht nur Philatelisten: Das Bundesministerium der Finanzen hat heute in Ludwigslust das neue Sonderpostwertzeichen "Schloss Ludwigslust" offiziell vorgestellt. Die 80-Cent-Briefmarke ist Teil der Sonderpostwertzeichen-Serie "Burgen und Schlösser" und zeigt eine Vorderansicht des Ludwigsluster Schlosses. Die neue Briefmarke ist als Porto für Postkarten und Standardbriefe international einsetzbar. 
 
"Die Briefmarke mit dem Motiv ‚Schloss Ludwigslust‛ ist eine gute Möglichkeit, eine unserer bedeutenden historischen und kulturellen Stätten im Land noch bekannter zu machen", sagte Kulturminister Mathias Brodkorb.
 
"Im kommenden Jahr sollen Besucherinnen und Besucher das Innere des Gebäudes wieder in seiner ganzen Pracht erleben können. Künftig soll dort der größte Teil der Sammlung Herzogliches Haus Mecklenburg-Schwerin zu sehen sein. Das Land hat die Sammlung im vergangenen Jahr von der Herzoglichen Familie mit Mitteln in Höhe von 9,5 Mio. Euro erworben", so Brodkorb. Beim Ankauf wurde das Land durch die Kulturstiftung der Länder und durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien finanziell unterstützt.
 
Seit September 2011 wird der Ostflügel des Schlosses umfassend saniert. Das Land hat vom Jahr 1992 bis zum Jahr 2014 für die Restaurierungsarbeiten des Schlosses ca. 19,6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 2015 sind weitere 3,25 Mio. Euro veranschlagt. Nach Abschluss der großen Baumaßnahme wird das Land insgesamt ca. 44,5 Mio. Euro für die Restaurierungen zur Verfügung gestellt haben, inklusive der noch ausstehenden Sanierung des Westflügels. Hinzu kommen noch rund 8,5 Mio. Euro für die Wiederherstellung des Ludwigsluster Schlossgartens, der nicht nur zu den größten, sondern auch zu den bedeutendsten historischen Gartenanlagen Deutschlands zählt.
 
"Die Sondermarke", so Heike Polzin, die als Finanzministerin auch für die Staatlichen Schlösser und Gärten verantwortlich ist, "ist auch Wertschätzung für die umfangreiche Sanierung, die das Land in den vergangenen Jahren geleistet hat. Wenn es jetzt heißt ‚Ludwigslust in die Welt‛, dann ist das auch eine schöne Botschaft, die hoffentlich noch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern lockt."