Schlosspark Mirow, Grabmal

Grabmahl des Großherzogs Adolph Friedrich VI. auf der Liebesinsel. © 2008 Staatliche Schlösser und Gärten MV

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Schlosspark Mirow

Die Schlossinsel aus der Luft. Foto: Dirk Laubner Foto: Dirk Laubner

Eine grüne Insel

Zu allen Seiten von Wasser umgeben ist die Ausdehnung des Mirower Schlossparks begrenzt. Ursprünglich hat es sich hierbei um eine barocke Anlage gehandelt, von der keine genauen Details bekannt sind. Im 19. Jahrhundert wurde diese im Sinne eines englischen Landschaftsgartens überformt. Gemäß älteren Plänen muss es einst quadratische Beete und geradlinige Wege gegeben haben. Der Bereich zwischen der Remise und dem Kavalierhaus mit der Anlage des Kräuterbeetes wurde im Jahr 2000 rekonstruiert.
Schlosspark Mirow, Grabmal © 2008 Staatliche Schlösser und Gärten MVGalerie Den romantisch-tragischen Höhepunkt des Ensembles bildet der abschließende Besuch der Liebesinsel, die über eine romantische Brücke aus Muschelkalkpfeilern und gusseisernen Geländern zu erreichen ist. Hier befindet sich das Grabmal von Großherzog Adolph Friedrich VI. Er war der letzte Herzog von Mecklenburg-Strelitz und trat am 11. Juni 1914 im Alter von 32 Jahren die Regentschaft im Herzogtum an. Außergewöhnlich wohlhabend, er trug im Deutschen Reich den Beinamen "Goldfritzchen", musisch interessiert, ungewöhnlich galant und gutaussehend, ist er doch nicht glücklich gewesen. Er blieb unverheiratet und hinterließ keine ehelichen Nachkommen. Einige seiner Affären sind bekannt, teilweise berühmt geworden. Politisch waren ihm die Hände gebunden, da kurz nach seinem Regierungsantritt der Erste Weltkrieg ausbrach. Wegen seiner engen verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zum britischen Königshaus wurde ihm viel Misstrauen entgegengebracht. Er beendete seine von Mythen und Geheimnissen umwitterte Biographie, als er sich 1918 erschoss. Noch heute erinnert das Monument, welches der Großherzog selbst entworfen hat, an den letzten Regenten des Strelitzer Herzogshauses und sein tragisches Ende. Es ist zugleich der zu Stein gewordene Schlusspunkt der Geschichte des regierenden Hauses Mecklenburg-Strelitz und des Schlosses in Mirow als herzogliche Residenz.