Richtlinie zur Vermietung/Verpachtung von Räumen und Flächen

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist Eigentümer von folgenden kultur- und kunstgeschichtlich bedeutenden Schlössern, Parks und Gärten:
·        Schloss und Schlossgarten Schwerin
·        Schloss und Schlosspark Ludwigslust
·        Schloss und Schlosspark Wiligrad
·        Schloss und Schlossgarten Güstrow
·        Schloss und Schlosspark Bothmer
·        Schloss und Schlosspark Mirow
·        Schloss und Schlosspark Hohenzieritz
·        Orangerie und Schlosspark Neustrelitz
·        Jagdschloss Granitz
sowie der Klosterkirche Dobbertin.
Mit Ausnahme des Schlosses Schwerin werden diese von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V verwaltet.
 
Zu den Aufgaben der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten gehören der Erhalt und die Restaurierung der Schloss-, Garten- und Parkanlagen sowie des Inventars. Die Bau- und Gartendenkmäler werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und  durch eine angemessene Nutzung lebendig erhalten. Dies geschieht mit der Nutzung der Schlösser z. B. als Museum, aber auch durch temporäre nichtmuseale Veranstaltungen. Schlossräume sind grundsätzlich für Veranstaltungen nur eingeschränkt geeignet, da häufige nichtmuseale Nutzungen einen starken Verschleiß von Originalsubstanz zur Folge haben können. Die wertvollen Kunstwerke erfordern konstante konservatorische, insbesondere klimatische Bedingungen, optimale Sicherheit und individuelle Beaufsichtigung. Daher sind nichtmuseale Nutzungen nur unter Einhaltung der dafür erteilten konservatorischen und denkmalpflegerischen Auflagen möglich. Das bedeutet, dass die Schlösserverwaltung Hochzeiten und andere Feierlichkeiten, bei denen z. B. durch Tanz und Getränke und Speisen die historischen Fußböden geschädigt werden könnten, grundsätzlich nicht genehmigen kann (Ausnahmen sind im Einzelfall durch die Schlösserverwaltung zu entscheiden).
Die vorliegenden Richtlinien enthalten eine verbindliche Übersicht über die für Veranstaltungen zur Verfügung stehenden Räume bzw. Freiflächen in den Parks und Gärten sowie über die jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten und Entgelte.
Gemäß § 6 Denkmalschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern ist dem Denkmal-charakter der Schlösser und Parkanlagen bei allen Veranstaltungen Rechnung zu tragen. Hieraus ergeben sich Nutzungsbeschränkungen. Diese werden für jeden Einzelfall vertraglich geregelt.

Nach Maßgabe § 7 Denkmalschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern hat der Nutzer vor einer geplanten Veranstaltung die denkmalrechtliche Genehmigung einzuholen und der Schlösserverwaltung vorzulegen. Darüber hinaus ist der Nutzer verpflichtet, sämtliche für die geplante Veranstaltung benötigten sonstigen Genehmigungen und Erlaubnisse auf seine Kosten rechtzeitig einzuholen.

Bei den Außenanlagen ist die Nutzung im Wesentlichen auf befestigte Platzflächen beschränkt und nur in den Sommermonaten vorgesehen. Rasen- und Wiesenflächen sind für eine Veranstaltungsnutzung nur eingeschränkt geeignet, da dauerhafte Schäden möglich sind. Daher werden i. d. R. maximal bis zu 2 Großveranstaltungen pro Jahr auf einer Rasenfläche genehmigt.


Das Rauchen und Entzünden von Kerzen ist in den Schlossräumen aus denkmalpflegerischen Gründen und entsprechend den Brandschutzbestimmungen untersagt. In den Außenanlagen besteht i. d. R. kein Rauchverbot. Die jeweiligen Nutzer haben für die Sauberhaltung des Geländes Sorge zu tragen.


Die Schlösserverwaltung behält sich vor, bei äußerst widrigen Witterungsumständen, die eine dauerhafte Schädigung des Geländes, der Sträucher, Büsche und Bäume sowie der Wege befürchten lassen oder die Sicherheit der Besucher gefährden könnten, die geplante Veranstaltung abzubrechen oder in Abstimmung mit dem Nutzer so zu verkürzen oder zu verändern, dass weitergehende Schäden vermieden werden. Schadenersatzansprüche des Nutzers entstehen dadurch nicht.
Zusätzlich zu den halbjährlichen Baumschauen werden die Bäume im Veranstaltungsbereich unmittelbar vor einer Veranstaltung begutachtet, die dadurch entstehenden Kosten trägt der Nutzer.
 
Weitere Einschränkungen/Sonderregelungen oder ggf. Ausnahmen sind für den konkreten Einzelfall in der jeweiligen Nutzungsvereinbarung bzw. im jeweiligen Miet- oder Pachtvertrag festgehalten.